Christuskirche, Modernes Kirchengebäude in Wolfsburg, Deutschland
Die Christuskirche ist ein modernes Kirchengebäude in Wolfsburg mit einem Grundriss in Kreuzform und hohen Fenstern. Die Fassade ist aus Kalkstein gebaut, und ein achteckiger Turm mit vier Zifferblättern prägt das Außenbild.
Pläne von 1939 für eine evangelische Kirche an der Litzmannstraße scheiterten, weil Adolf Hitler den Kirchenbau in neuen Siedlungen ablehnte. Nach dem Krieg diente eine ehemalige Volkswagen-Baracke südlich des Schwarzen Weges ab Advent 1947 als Notkirche. Gerhard Langmaack gewann den beschränkten Architektenwettbewerb, und im Herbst 1950 begann mit einem Zuschuss des Volkswagenwerks der Bau der Christuskirche. Am 30. September 1951 weihte Landesbischof Hanns Lilje sie als erste massiv gebaute evangelische Kirche Wolfsburgs nach der Stadtgründung ein.
Die Kirche ist die Hauptkirche des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen. Im Inneren säumen zwölf schlanke Pilzsäulen mit achteckigem Grundriss den Mittelgang und symbolisieren die zwölf Apostel. Die Altarfenster, in einer Braunschweiger Werkstatt nach Entwürfen von Johanna Schütz-Wolff gefertigt, zeigen den wiederkehrenden Christus.
Die geostete Kirche steht auf einer kleinen künstlichen Anhöhe in Schillerteich, direkt am Großen Schillerteich, An der Christuskirche 4. Ein Gang im ersten Stock verbindet die Kirche mit dem freistehenden oktogonalen Turm südlich des Hauptportals. Sonntags finden regelmäßig Gottesdienste statt, außerdem Aufführungen geistlicher Musik.
Die älteste der sechs Glocken des Turms wurde vermutlich Anfang des 15. Jahrhunderts gegossen. Sie stammt aus Schlesien und kam über einen Hamburger Glockenfriedhof nach Wolfsburg.
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