Schloss Hohengebraching, Architekturdenkmal in Pentling, Deutschland
Schloss Hohengebraching in Pentling besteht aus einem „Alten Schloss“ und einem „Neuen Schloss“. Das zweigeschossige Alte Schloss von 1834 hat einen rechtwinkligen eingeschossigen Querflügel mit Walmdach und Kelleranlagen. Das dreigeschossige Neue Schloss mit Giebelfront und Wappentafel datiert von 1727 und enthält ältere Bauteile von 1573 und 1670. Das Hoftor mit Einfahrt, Fußgängerpforte und Wappentafel ist von 1574.
1570 verkaufte Herzog Albrecht von Bayern das Gut Hohengebraching an Abt Blasius Baumgartner vom Kloster St. Emmeram, der 1573 ein Schlösschen als Erholungsaufenthalt für sich und seine Klosterbrüder errichten ließ; am 1. September 1574 erfolgte die Freiung durch den Herzog. Fürstabt Anselm Godin de Tampezo ließ 1727 einen Erweiterungsbau nach Osten als Sommerresidenz anfügen. Nach der Säkularisation pachtete Abt Steiglehner das Anwesen ab 1803 und kündigte den Vertrag 1811, nachdem französische Truppen das Schloss in den Koalitionskriegen ausgeplündert hatten.
Der Name Hohengebraching geht auf das Gut zurück, das Herzog Albrecht von Bayern 1570 an Abt Blasius Baumgartner vom Kloster St. Emmeram verkaufte, der daraus einen Erholungsort für sich und seine Mitbrüder machte. Bis zur Säkularisation 1803 diente die Anlage den Äbten als Sommerresidenz. Am Gebäude ist neben der Jahreszahl 1573 eine Inschrifttafel erhalten, an der Hofmauer befindet sich eine Gedenktafel von 1814.
Die Anlage liegt am Kirchplatz 4–8 bzw. Schloßstraße 4–6 in Hohengebraching, Gemeinde Pentling, unmittelbar neben der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Sie umfasst das Alte Schloss, das Neue Schloss, die ehemalige Brauerei und einen Stadel um einen Hof; das Hoftor mit Fußgängerpforte und Wappentafel stammt von 1574. Die Gebäude sind privat und nicht als Museum eingerichtet, von außen sind daher das Hoftor, die Inschrifttafel von 1573 und die Gedenktafel von 1814 an der Hofmauer zu sehen.
Das Schloss zeigt Bauelemente aus verschiedenen Epochen, die ineinander verwoben sind und einen Blick in die wechselvolle Baugeschichte ermöglichen. Wer genau hinsieht, kann nachvollziehen, wie sich die damaligen Bautechniken und Vorlieben im Laufe der Zeit verändert haben.
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