Schloss Kaulsdorf, Mittelalterliches Schloss in Kaulsdorf, Deutschland
Schloss Kaulsdorf ist eine Burg aus dem Mittelalter, die auf einem Felsvorsprung über einer historischen Straße steht, die Saalfeld mit Nürnberg verbindet. Das Bauwerk hat eine T-förmige Grundform mit einem runden Turm und zeigt Steinmauern neben Fachwerkteilen, die verschiedene Bauphasen widerspiegeln.
Das Dorf Chulisdorf wurde 1074 von Erzbischof Anno von Köln der Abtei Saalfeld geschenkt. An der Stelle des heutigen Baus lag eine von Gräben geschützte Burg; 1346 ging der Ort an die Burggrafen von Kirchberg. 1426 erwarb der Kurfürst von Sachsen Schloss und Dorf. Das jetzige Schloss wurde 1678 auf den Grundmauern der Burg errichtet; ein Dobeneck’sches Wappen hängt in der Kirche.
Der Ortsname erscheint als Chulisdorf in einer Schenkungsurkunde von 1074, mit der Erzbischof Anno von Köln das Dorf der Abtei Saalfeld übergab. In der Dorfkirche hängt das Wappen derer von Dobeneck, die das Gut ab 1645 besaßen und es 1687 mit dem Könitz'schen Besitz vereinigten. Später diente das Schloss der Gemeinde als Armenhaus.
Das Schloss liegt am rechten Ufer der Saale und ist von der Bundesstraße 85 aus erreichbar, die einst eine wichtige Handels- und Militärroute war. Besucher sollten sich darauf einstellen, dass das Gebaude auf einem erhöhten Standort liegt und zu Fuß über einen Weg erreichbar ist.
In den 1920er Jahren kaufte der Gynäkologe Dr. Walter Treupel die Burg und baute einen achteckigen Fachwerkbau an den Turm an. Diese Erweiterung zeigt, wie das Gebäude im 20. Jahrhundert noch funktionale Veränderungen erfuhr.
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