Schloss Schollene, Schloss in Deutschland
Schloss Schollene ist ein Herrenhaus in zweistöckiger Bauweise mit sieben Achsen, das 1752 im Stil des späten Barocks mit klassizistischen Elementen errichtet wurde. Das Gebäude zeigt eine symmetrische Fassade mit regelmäßig angeordneten Fenstern und zwei Seitenflügeln, die etwa anderthalb Geschosse hoch sind und dem Ganzen ein ausgewogenes Erscheinungsbild verleihen.
Das Schloss wurde 1752 von Friedrich Wilhelm von Printzen im späten Barock mit klassizistischen Zügen errichtet und war lange Zeit im Besitz der Familie von Alvensleben. Nach 1945 wurde das Gut enteignet und der Bau diente zunächst als Krankenhaus bis 1974, später als Altenheim und medizinische Einrichtung, bis es schließlich ungenutzt blieb.
Das Schloss diente nach 1945 vielen vertriebenen Familien aus Ostpreußen, Danzig, Pommern, Schlesien und dem Sudetenland als Zuflucht und neue Heimat. Diese Rolle hat es zu einem Symbol der Resilienz und des Neuanfangs für Menschen gemacht, die ihre früheren Heimaten verlassen mussten.
Das Schloss befindet sich in der ruhigen Landschaft von Sachsen-Anhalt in Schollene (Postleitzahl 14715) und ist leicht von der Brückenstraße aus zu erreichen. Da das Gebäude heute als Seniorenresidenz genutzt wird, empfiehlt es sich, die aktuellen Besitzer vorher zu kontaktieren, um Besuchsmöglichkeiten und Öffnungszeiten zu erfragen.
Ein Anbau von 1978 zeigt die Anpassung des Schlosses an moderne Anforderungen, als es als Altenheim und medizinische Praxis genutzt wurde. Diese Veränderung steht als stilles Zeugnis für die vielen Leben bei, die hier nach dem Krieg einen neuen Anfang fanden und sich ein friedliches Dasein aufbauten.
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