Haus Schlickum, Burg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Haus Schlickum ist ein zweistöckiges Backsteingebäude mit gewölbtem Dach, das 1755 vom niederländischen Architekten Matthieu Soiron erbaut wurde. Das Herrenhaus steht auf einem ehemaligen Rittersitz und wird von alten Wassergräben umgeben, die noch heute sichtbar sind.
Die Familie von Schlickum besaß das Grundstück seit etwa 1328 und errichtete dort zunächst eine befestigte Burg. Ein Brand zerstörte Anfang des 19. Jahrhunderts große Teile der ursprünglichen Anlage, woraufhin das Herrenhaus in seiner heutigen Form errichtet wurde.
Der Name Haus Schlickum stammt von der Familie von Schlickum, die das Land vom Mittelalter an besaß. Das Gebäude mit seinen Wassergräben und dem Mittelrisalit zeigt, wie Adelsfamilien damals ihre Macht und ihren Status darstellten.
Das Gelände ist in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich, weshalb Sie den Eigentümer kontaktieren sollten, bevor Sie einen Besuch planen. Die beste Sicht auf das Gebäude und die Wassergräben erhält man von den umliegenden Wegen und der öffentlichen Straße aus.
Beim Graben und in der Nähe wurden Scherben und Steine aus römischer und merowingischer Zeit gefunden, was zeigt, dass das Gelände lange vor dem Mittelalter besiedelt war. Diese archäologischen Spuren deuten auf eine mehrschichtige Besiedlungsgeschichte hin.
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