Haus der Demokratie Leipzig, Kulturdenkmal Gebäude in Connewitz, Leipzig, Deutschland.
Das Haus der Demokratie Leipzig steht als geschütztes Kulturdenkmal im Stadtteil Connewitz und dient als Zentrum für politische Bildung, gesellschaftliche Initiativen und demokratische Engagement-Aktivitäten.
Der Architekt Otto Wilhelm Scharenberg entwarf das Gebäude als städtisches Waisenhaus; der Bau begann 1901 und war 1903 fertig, auf 682 m² bebauter Fläche zogen 130 Kinder sowie Aufsichts- und Pflegepersonal ein. Von 1928 bis 1932 diente es als Lehrlingsheim der Stadt, danach bis 1943 als Kinderheim, 1940 zwischenzeitlich als Lazarett der Wehrmacht. Nach Kriegszerstörungen baute das Konstruktions- und Ingenieurbüro Chemie das Haus ab 1952 wieder auf; von Ende 1982 bis Oktober 1983 wurde es für die SED-Stadtleitung rekonstruiert, die es anschließend bezog. Am 2. Januar 1990 übergaben SED/PDS und Stadt das Haus an ansässige Vereine, und Arbeitsgruppen des Runden Tisches tagten hier.
Seit 1990 beherbergt das Gebäude mehrere kulturelle Einrichtungen einschließlich des Tanzcafé Ilses Erika, der Kinobar Prager Frühling, der Umweltbibliothek Leipzig und des Archivs Bürgerbewegung Leipzig, wodurch Kunst, Kultur und demokratische Bildung gefördert werden.
Das in der Bernhard-Göring-Straße 152 in Connewitz gelegene Gebäude bietet 682 Quadratmeter Raum für Workshops, Ausstellungen, Vorträge und Diskussionen mit regelmäßiger Programmgestaltung zu Menschenrechten und demokratischer Teilhabe.
Seit dem 7. Mai 2016 erinnert eine Gruppe von Stolpersteinen auf dem Gehweg vor dem Gebäude an das Kinderheim und an einige der Kinder, die nach ihrer Verlegung in die „Kinderfachabteilungen“ in Dösen oder Großschweidnitz ermordet wurden. Die Steine sind in den Gehweg eingelassen, nicht an der Fassade angebracht.
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