Herkulessäulen, Felsformationen in Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Deutschland.
Die Herkulessäulen sind zwei schlanke Sandsteintürme, die sich aus einer gemeinsamen Felsbasis erheben und durch unterschiedliche Höhen charakterisiert werden. Sie bilden eine markante Kletteranlage mit zahlreichen Routen unterschiedlicher Schwierigkeit und gehören zu den bekannten Felsformationen im Bielatal.
Ein privater Gelehrter namens Carl Merkel verband diese Felsformation 1826 mit klassischen Namen, als er das obere Bielatal beschrieb. Seine Benennungen waren so passend, dass sie sich trotz ihrer ungewöhnlichen Art schnell in der Region verbreiteten.
Die Säulen tragen Namen, die auf die Klassische Antike anspielen und spiegeln die Leidenschaft des 19. Jahrhunderts wider, natürliche Formationen poetisch zu benennen. Wanderer und Kletterer haben diese Bezeichnungen so sehr angenommen, dass sie heute fester Teil der lokalen Sprache sind.
Diese Felstürme bieten Kletterrouten für verschiedene Könnensstufen und erfordern entsprechende Ausrüstung und Erfahrung. Der beste Zugang führt durch das Bielatal und Besucher sollten die Bedingungen vor Ort prüfen, da Witterung die Zugänglichkeit beeinflussen kann.
Die Säulen bestehen aus Labiatussandstein der Schmilka-Formation, dem ältesten Schichtpaket dieser Region von einem ehemaligen Kreidezeitlichen Meer. Diese geologische Besonderheit ist für gewöhnliche Besucher schwer sichtbar, beeinflusst aber die Struktur und Kletterqualität der Formation erheblich.
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