Neckarbrücke Wendlingen, Eisenbahnbrücke in Wendlingen am Neckar, Deutschland
Die Neckarbrücke Wendlingen ist eine Eisenbahnbrücke, die das Neckartal überquert und Züge zwischen Stuttgart und Ulm verbindet. Das Bauwerk besteht aus Stahlbeton und sitzt auf massiven Pfeilern, die tief im Flussbett verankert sind.
Die Brücke gehört zum Los 1 des Planfeststellungsabschnitts 2.1ab der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm, das im Februar 2015 europaweit ausgeschrieben und kurz vor Weihnachten 2015 für rund 24 Millionen Euro an eine Bietergemeinschaft der Unternehmen Max Bögl und Leonhard Weiss vergeben wurde. Die Strecke ging im Dezember 2022 in Betrieb, doch eine reguläre Befahrung der Brücke war im Februar 2026 noch nicht absehbar.
Das westliche Widerlager der Brücke markiert den Beginn der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm; die westlich geplanten Gleisanlagen gehören dagegen zur Schnellfahrstrecke Stuttgart–Wendlingen aus dem Projekt Stuttgart 21. Östlich der Brücke überspannt ein weiteres dreifeldriges Bauwerk von 58,55 Metern Länge die Bahnstrecke Plochingen–Immendingen, die Landesstraße 1250 und einen Wirtschaftsweg.
Die Brücke ist vom Neckartal aus sichtbar und kann von mehreren Aussichtspunkten in der Nähe betrachtet werden. Der beste Blick ergibt sich von den umliegenden Wegen entlang des Flusses oder von der benachbarten Autobahn.
Ursprünglich sollte die Brücke wegen naturschutzrechtlicher Einschränkungen und begrenzter Zugangsmöglichkeiten im Taktschiebeverfahren errichtet werden, ausgeführt wurde sie jedoch mit einem Traggerüst. Projektkritiker bemängelten, dass in einem nahegelegenen See entdeckte Biber in der Planung nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.
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