St. Margareta, Katholische Kirche in Neunkirchen-Seelscheid, Deutschland
St. Margareta ist eine Kirche mit zwei unterschiedlichen architektonischen Teilen, die verschiedene Epochen widerspiegeln. Der westliche Bereich stammt aus der Romanik und erstreckt sich in Richtung Osten, während eine neugotische Erweiterung von 1913 nach Norden hinzugefügt wurde.
Die Siedlung Neunkirchen wurde 1178 erstmals erwähnt, als Bewohner ihre Abgaben an die Abtei St. Andreas in Köln durch Geldzahlungen ersetzen konnten. Ein Turmbrand 1738 führte zu Reparaturen, bei denen 1739 eine neue Glocke gegossen wurde.
Im Inneren der Kirche sind mittelalterliche Wand- und Gewölbemalereien mit apokalyptischen Szenen erhalten, die dem Besucher vor Augen führen, wie Glaubensinhalte im 12. Jahrhundert in Bilder gefasst wurden. Die Malereien im alten romanischen Bauteil gelten überregional als bedeutend.
Die Kirche steht auf einem von einer Mauer umgebenen aufgelassenen Friedhof mit Grabsteinen aus dem 17. und 18. Jahrhundert; das Äußere lässt sich vom umlaufenden Weg aus betrachten. Innen sind das romanische, von West nach Ost verlaufende Langhaus und der neugotische Anbau von 1913/15 nach Norden gut zu unterscheiden. Die Wand- und Gewölbemalereien befinden sich im alten romanischen Chor, den man zuerst aufsuchen sollte.
Die Wand- und Gewölbemalereien im alten romanischen Teil der Kirche haben überregionale Bedeutung. Das von vier Pfeilern eingefasste kuppelgewölbte Chorgeviert wirkt wie ein Zentralbau, ein Eindruck, den die Malereien verstärken. An der östlichen Giebelwand zeichnet sich noch die Dachlinie der ursprünglichen Apsis ab.
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