Höhlenburg Luegstein, Höhlenburg in Oberaudorf, Deutschland.
Die Luegsteinhöhle ist eine natürliche Höhlenformation, die tief in den Kalksteinfelsen über dem Dorf Mühlbach verborgen liegt. Die Höhle ist etwa 23 Meter tief und öffnet sich auf einer Höhe von 610 Metern, wo man über das Inntal hinwegsieht.
Die Höhle wurde zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert von den Lords of Lueg als Burganlage genutzt, mit einer zweistöckigen Holzkonstruktion im Inneren. Die Familie verließ später diesen Ort und baute sich stattdessen die Burg Auerburg.
Der Name Luegstein stammt aus germanischen Dialekten und bedeutet "hinausschauen", was auf die erhöhte Lage hinweist, von der man über das Inntal und die umliegenden Berge blickt. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie diese Aussichtsposition den Ort über Jahrhunderte hinweg geprägt hat.
Die Erreichung der Höhle erfordert eine 40-minütige Wanderung bergauf vom Luegsteinsee, gefolgt von steilen Metallstufen mit Seilhilfen für die letzte Passage. Das Gelände ist steil und wird rutschig, wenn es regnet, daher sind feste Schuhe und Vorsicht notwendig.
Eine alte Legende berichtet, dass ein Grafvon Auer in dieser Höhle Zuflucht vor einer Prophezeiung eines Blitzschlags suchte, dann aber genau an ihrem Eingang vom Blitz getroffen wurde. Diese Geschichte hat sich lange in der lokalen Überlieferung erhalten und wird von Besuchern immer wieder erwähnt.
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