Hartsteinwerk Werdenfels, Steinbruch und Geotop in Murnau am Staffelsee, Deutschland.
Der Steinbruch am Langen Köchel ist ein großer Gesteinsabbau in der Murnauer Moorlandschaft, der sich über etwa 1 Kilometer erstreckt und mehrere Dutzend Meter tief in die Erde reicht. Die Abraumhalden und Felswände zeigen Schichten aus verschiedenen Gesteinsarten, die bei Wanderungen gut sichtbar sind.
Der Abbau begann in den 1920er-Jahren und wurde bis zum Jahr 2000 betrieben, wobei das Gelände Material für Bahn- und Straßenbau lieferte. Nach der Stilllegung füllte sich die Grube allmählich mit Grundwasser und Regenwasser, wodurch ein See entstand.
Die Stätte stellt ein bedeutendes Beispiel des bayerischen Industrieerbes dar und dient nun als geologisches Bildungsziel.
Der Ort ist gut zu Fuß erreichbar und hat markierte Wege rund um die Grube und den entstandenen See. Die beste Zeit zum Besuch ist von Frühjahr bis Herbst, wenn die Wege trocken und zugänglich sind.
An diesem Ort findet man seltene Gesteinsschichten aus der Kreidezeit, die mit Calcit gefüllte Risse und verschiedene Minerale aufweisen. Diese Aufschlüsse sind für Geologen und Mineraliensammler besonders wertvoll und selten in dieser Region zu sehen.
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