Steinerne Rinne bei Wolfsbronn, Geschützte Kalktuffrinne bei Wolfsbronn, Deutschland
Die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn ist eine natürliche Kalktuffrinne im Gemeindegebiet von Meinheim in Mittelfranken. Das Wasser fließt durch einen langsam wachsenden Kalksteinkanal, der sich durch die ständige Ablagerung von Kalzium aus dem Quellwasser gebildet hat.
Das Gebiet wurde 1964 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und später vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop 577R002 geführt. Im 20. Jahrhundert wurde die Rinne durch übertriebene touristische Pflegemaßnahmen größtenteils künstlich aufgemauert; ein Forstweg unterbricht heute den mittleren Teil, und der untere Verlauf wurde vermutlich umgeleitet. Daher gilt das Geotop als zerstört und dient nur noch touristischen Zwecken.
Der Name "Steinerne Rinne" beschreibt treffend das, was man vor Ort sieht: eine versteinerte Rinne, durch die noch immer Wasser fließt und dabei Kalk ablagert. Moose und Lebermoose bedecken die feuchten Flächen rund um den Bach und geben dem Ort ein ungewöhnlich sattes Grün.
Ein Holzsteg führt vom Parkplatz an der Kreisstraße WUG 34 direkt zur Rinne und macht den Weg auch bei nassem Boden gut begehbar. Entlang des Weges erklären Informationstafeln die Entstehung und Ökologie des Gebietes, sodass ein kurzer Besuch bereits sehr aufschlussreich ist.
Die Rinne ist kein fossiles Relikt, sondern wächst noch heute aktiv weiter, da das kalkreiche Wasser ständig neues Gestein aufbaut. Das macht sie zu einem der wenigen Orte in Deutschland, an denen man Gesteinsbildung in Echtzeit beobachten kann.
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