Kartause Marienburg, Weddern, Mittelalterliches Kloster bei Dülmen, Deutschland.
Die Kartause Marienburg ist ein ehemaliges Kartäuserkloster in der Bauerschaft Weddern bei Dülmen in Nordrhein-Westfalen. Ihr vierflügeliger Klausurbau entstand innerhalb der Gräfte der alten Wasserburg Weddern, und die ehemalige Klosterkirche St. Jakobus, 1477 begonnen und zwischen 1487 und 1510 eingewölbt, ist erhalten. Das Torhaus der Burg besteht in veränderter Form fort.
Gerhard von Keppel, Erbmarschall von Kleve, stiftete das Kloster am 31. August 1476 zum Gedenken an seinen Sohn, der 1475 bei der Belagerung von Neuss gefallen war. Drei Mönche aus Wesel bezogen im Februar 1477 die Burg Weddern, am 21. Mai wurde der Grundstein der Kirche gelegt. 1480 wurde das Haus in den Kartäuserorden inkorporiert und 1804 von Herzog von Croÿ mit päpstlicher Erlaubnis aufgehoben.
Die Kartause Marienburg wird heute als Anna-Katharinenstift Karthaus genutzt und bietet Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Diese Nutzung prägt das alltägliche Leben am Ort und zeigt, wie ein alter religiöser Raum neuen Zwecken dient.
Der Ort ist gut zugänglich und Besucher können die erhaltenen mittelalterlichen Strukturen erkunden. Es empfiehlt sich, vorab zu klären, welche Bereiche offenstehen, da der Komplex heute von einer Stiftung genutzt wird.
Das Torhaus der früheren Wasserburg Weddern wurde für die Kartause weiterverwendet und ist in veränderter Form erhalten. Der Klausurbereich, eine für den Orden typische Vierseitanlage, umschloss den alten Burghof mit der Gräfte, sodass die Wehranlagen im Klosterinneren weiterbestanden.
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