St. Martin, Gotische Pfarrkirche in München, Deutschland
St. Martin ist eine spätgotische Pfarrkirche am Ostufer der Würm in Untermenzing. Der weiß verputzte Backsteinbau hat ein steiles Satteldach mit roten Ziegeln, einen kleinen Giebelvorbau an der Front und einen 22 Meter hohen Turm mit Staffelgiebel, Uhr mit rotem Zifferblatt und Kreuz an der Spitze. Der Turm steht seitlich am Langhaus, weil der romanische Vorgänger während des Baus weitergenutzt wurde.
St. Martin wurde 1499 unter Herzog Siegmund von Bayern-München durch den Baumeister Ulrich Randeck errichtet und ersetzte einen kleineren spätromanischen Vorgängerbau, der 1315 erstmals urkundlich erwähnt ist. Der Altbau blieb während des Baus in Nutzung und wurde erst 1500 abgebrochen, weshalb der Turm seitlich statt mittig am Schiff steht. Die vier unteren Geschosse des 22 Meter hohen Turms stammen vom Vorgänger; das Glockengeschoss mit zwei Staffelgiebeln wurde 1499 aufgemauert.
Die Kirche ist heute ein Ort, wo Gläubige sich versammeln und wo man die handwerklichen Fertigkeiten des Mittelalters an Steinmetzarbeiten und Gewölben erkennen kann. Menschen nutzen den Raum für Andacht und entdecken dabei die religiöse Kunstfertigkeit früherer Handwerker.
Das Gebäude ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, da die nächste Station weniger als 500 Meter vom Eingang entfernt liegt. Besucher sollten beachten, dass die Kirche während Gottesdienste möglicherweise nicht zugänglich ist.
Die vier unteren Geschosse des Turms stammen von der spätromanischen Vorgängerkirche, und die heutige Sakristei war deren ursprünglicher Altarraum; innen erinnern teilweise rot bemalte Chorbögen daran. Da der Neubau neben dem alten Bau errichtet wurde, der erst nach Fertigstellung des Chors 1500 abgebrochen wurde, steht der Turm seitlich statt mittig am Schiff.
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