Heiliggeistkirche, Barockkirche in Speyer, Deutschland.
Die Heiliggeistkirche ist eine schlichte barocke Saalkirche, die 1700 bis 1702 in Speyer errichtet wurde; innen ist sie 24,60 Meter tief und 14,05 Meter breit und schließt mit einem dreiseitigen Chorschluss. Über der Straßenfassade erhebt sich ein hoher achteckiger hölzerner Dachturm mit geschweifter Haube, offener Laterne und Spitzhelm, und das rundbogige Portal zur Johannesstraße wird von toskanischen Säulen auf hohen Sockeln flankiert.
Die reformierte Gemeinde legte 1700 den Grundstein und vollendete die Kirche 1702 mit finanzieller Unterstützung reformierter Christen in Deutschland und der Schweiz; erster Prediger war Johann Hieronymus Kilian. 1792 schloss die Französische Revolution die Kirche, und die Speyerer Jakobiner versammelten sich darin. Am Reformationsfest 1817 benannte die Gemeinde sie in „Kirche zum heiligen Geist“ um, ein Jahr vor der Kirchenunion der Pfalz im Advent 1818.
Den Namen erhielt die Kirche am Reformationsfest, dem 31. Oktober 1817, als die Reformierte Gemeinde sie in „Kirche zum heiligen Geist“ umbenannte – ein Jahr vor der Union der reformierten und lutherischen Gemeinden der Pfalz, die am 1. Advent 1818 besiegelt wurde. Seit 1979 nutzt die Evangelische Kirche der Pfalz das Gebäude für Konzerte, Vorträge, Ausstellungen und Lesungen; es wird auch für Feste und Tagungen vermietet.
Die Kirche wird nicht mehr für regelmäßige Gottesdienste genutzt; seit 1979 dient sie der Evangelischen Kirche der Pfalz für Konzerte, Vorträge, Ausstellungen und Lesungen und ist auch für Feste und Tagungen mietbar. Der Zugang erfolgt von der Johannesstraße durch das rundbogige Portal mit toskanischen Säulen. Das Erdgeschoss umfasst 300 m², die Empore 120 m², dazu kommt ein Gewölbekellerraum für 32 Personen.
Der Kanzelkorb aus Sandstein ist mit reichem Beschlagwerk der deutschen Renaissance geschmückt; der Kanzeldeckel von 1707 ist eine achteckige Zwiebelkuppel mit vergoldetem Laubwerk, bekrönt von einer Weltkugel mit Kreuz. Das spätbarocke Orgelgehäuse von Liborius Müller aus Heidelberg (1751/52) ist weitgehend original erhalten.
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