Wasserschloss Oppenweiler, Wasserschloss in Oppenweiler, Deutschland
Das Schloss Oppenweiler ist ein Bruchsteinbau auf der größeren der beiden Inseln im Schloss-See, angelegt als ungleichseitiges Achteck mit längeren Vorder- und Rückseiten. Seine drei Geschosse sind ein niedrigeres Erdgeschoss, ein Hauptgeschoss mit dem Ratssaal an der Nordseite und ein mezzaninähnliches zweites Obergeschoss. An der Front steht ein Säulenportikus mit Balkon, und eine steinerne Brücke verbindet die Insel mit dem Westufer.
Um 1575 stand hier eine Wasserburg mit Fachwerkgebäude, Ringmauer und Wirtschaftshof. 1782 beauftragte Franz Georg Sturmfeder von Oppenweiler den Heidelberger Baumeister Johann Andreas von Traitteur mit der Planung eines Schlossneubaus; Georg Jakob Schwicker leitete die Bauarbeiten von der Grundsteinlegung im Mai 1783 bis zum Bauende 1784 und ließ die alte Burg bis auf Teile des Kellergewölbes abbrechen. Baumängel erzwangen 1854 Sanierungen, und 1939 wurde das Schloss Rathausgebäude der Gemeinde Oppenweiler.
Der Name des Schlosses geht auf die Familie Sturmfeder von Oppenweiler zurück, deren Wappen am Gitter des Balkons im Säulenportikus angebracht ist. 1804 ließ die Familie im Schlossgarten zudem ein Grabmal zum Gedenken an Maria Charlotte Sturmfeder von Oppenweiler setzen.
Das Schloss steht auf der größeren Insel im Schloss-See, die über eine steinerne Brücke vom Westufer mit den einstigen Wirtschaftsgebäuden erreichbar ist. Ein Weg führt um den See und entlang der Außengrenze des Parks. Seit den frühen 2020er Jahren ermöglicht eine Rampe neben den Stufen einen stufenlosen Zugang zum Gebäude.
Der Parkgestalter Friedrich Ludwig von Sckell wurde 1790 von der Familie Sturmfeder erneut beauftragt, ihren Kellergarten in Dirmstein anzulegen. Ursprünglich stand im Garten ein achteckiges Gebäude, das als Baumschule diente. Ein Weg führt um den See und um die Außengrenze des Parks.
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