Rosenkranzkirche, Katholische Pfarrkirche in Bad Neuenahr, Deutschland
Die Rosenkranzkirche ist eine neuromanische Pfarrkirche an der Telegrafenstraße in Bad Neuenahr, 1899 bis 1901 nach Entwürfen von August Menken erbaut und 1904 geweiht. Ihr 60 Meter hoher Turm steht an der Ostseite des Langhauses; über dem Hauptportal zeigt ein Tympanon von Ernst Matschulla aus dem Jahr 1955 die Krönung Mariens durch die Dreifaltigkeit. Im Inneren unterbrechen scharfkantig herausgeschnittene Fensteröffnungen die glatten Wände, dazu Rheinischer Stützenwechsel und ein Sterngewölbe über der quadratischen Vierung.
Die Rosenkranzkirche wurde von 1899 bis 1901 nach Entwürfen von August Menken erbaut und 1904 geweiht, jedoch erst 1907 vollständig fertiggestellt. Spendengelder ermöglichten 2009 eine grundlegende Innenrenovierung. Die Flutkatastrophe im Juli 2021 beschädigte die Kirche stark, vor allem durch Absenkungsschäden. Im Advent 2021 beleuchtete der Künstler Rafael Buttlies die Fenster unter dem Motto „Hoffnung des Lichtes für das Ahrtal“ in verschiedenen Farben.
Die Kirche trägt das Patrozinium Maria Rosenkranzkönigin und gehört zur Rosenkranzpfarrei St. Marien und St. Willibrord im Bistum Trier. Im Kapellenkranz birgt die erste Kapelle eine Holzfigur der Muttergottes aus dem 17. Jahrhundert, die aus der ehemaligen Josefskapelle von Bad Neuenahr stammt; die fünfte, 2009 als Friedenskapelle eingerichtet, zeigt kleine Holzkreuze mit den Namen gefallener Gemeindemitglieder.
Man kann die Kirche leicht zu Fuß in der Innenstadt erreichen, wo mehrere Bushaltestellen und Parkplätze in der Nähe sind. Die beste Zeit zum Besuchen ist tagsüber, wenn ausreichend Licht durch die Fenster fällt und die Details innen gut zu sehen sind.
Das Monumentalfresko im rechten Querschiffarm zeigt die Seeschlacht von Lepanto 1571, deren Ausgang der Hilfe Mariens und dem von Pius V. angeordneten Rosenkranzgebet zugeschrieben wurde. Das Patrozinium Maria Rosenkranzkönigin nimmt dieses Thema auf.
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