St. Antonius, Katholisches Kirchengebäude in Babelsberg, Deutschland.
St. Antonius ist ein rechteckiger Saalbau mit einer Apsis über die gesamte Raumbreite, 1934 nach Plänen von Wilhelm Fahlbusch errichtet. Die Wände aus rotem Klinker durchbrechen je zehn schmale, hoch ansetzende Fenster auf beiden Seiten, und an der Nordwestecke steht ein 34 Meter hoher Turm mit kupfergedecktem Helm und Papstkreuz. An der Westseite ist ein Seitenschiff mit eigenem Altar angebaut, nördlich die Taufkapelle, südlich die Sakristei.
Die Katholiken in Nowawes und Neuendorf waren auf die Peter-und-Paul-Kirche in der Potsdamer Innenstadt angewiesen; 1891 kaufte die Gemeinde das Grundstück, 1905 entstand ein Pfarrhaus mit Kapelle, die am 7. Oktober 1906 benediziert wurde. Der Grundstein der heutigen Kirche wurde am 30. Juli 1933 gelegt, am 15. April 1934 konsekrierte der Berliner Bischof Nikolaus Bares sie. Architekt Wilhelm Fahlbusch hatte für die Pfarrei bereits St. Michael in Wannsee gebaut.
Das 1942 angebrachte Apsismosaik zeigt das Lamm Gottes auf dem Buch mit den sieben Siegeln, angebetet von 24 Ältesten und flankiert von Engeln; Egbert Lammers entwarf es, die Berliner Firma August Wagner führte es aus. Einigen Ältesten gab Lammers asiatische und afrikanische Gesichtszüge, ein stiller Protest gegen die nationalsozialistische Rassenideologie.
Der Kirchenraum ist während der Gottesdienste zugänglich und bietet eine ruhige Umgebung für Besucher, die das Innere erkunden möchten. Der asymmetrische Turm an der Fassade dient als guter Orientierungspunkt bei der Annäherung an das Gebäude.
Das Apsismosaik, 1942 von der Berliner Firma August Wagner nach Entwürfen von Egbert Lammers geschaffen, zeigt die Anbetung des Lammes aus der Offenbarung. Lammers gab einigen der 24 Ältesten asiatische und afrikanische Gesichtszüge, ein subtiler Protest gegen die nationalsozialistische Rassenideologie. Die Werkstätten waren damals überwiegend mit staatlichen Propagandaaufträgen befasst.
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