Johanniskirche, Neugotische Kirche in Zentrum, Deutschland.
St. Johanniskirche ist eine schlichte Kirche mit hellgrauem Putz und rechteckigem Grundriss, deren steiles Satteldach mit schwarzem Schiefer gedeckt ist. Der quadratische Westturm besteht aus Hilbersdorfer Porphyrtuff mit je zwei mächtigen Lisenen und trägt ein kupferverkleidetes Dach mit Kreuz. Nur die drei spitzbogigen Fenster der Apsis erinnern an die gotische Herkunft; der 1945 zerstörte Turm wurde in reduzierter Höhe wiederaufgebaut.
Ein Vorgängerbau ist 1264 erstmals urkundlich erwähnt, Johannes dem Täufer gewidmet und gehörte zum Benediktinerkloster St. Marien, damals noch vor der Stadtgrenze Chemnitzs. Er wurde mehrfach zerstört, etwa von den Hussiten 1430 und im Schmalkaldischen Krieg, und zuletzt 1566 nach der Reformation wieder aufgebaut. Ab 1875 nutzte eine eigene Gemeinde die Kirche wieder und baute sie stark im neugotischen Stil um; 1913 entfernte Erich Basarke diese Formen, 1945 wurde der Westturm teilzerstört und später in reduzierter Höhe wiederhergestellt.
Seit 1997 wird die Kirche als Jugendkirche genutzt, mit einem Jugendcafé und dem Jugendpfarramt im 1. Stock des westlichen Anbaus. Der Name verweist auf Johannes den Täufer, dem die Kirche gewidmet ist; sie gehörte zum Benediktinerkloster St. Marien. Die 1475 von Oswald Hilliger gegossene Johannisglocke ist die älteste Glocke Chemnitzs.
Die Kirche steht im Park der Opfer des Faschismus an der Theresenstraße im Stadtteil Zentrum. Seit 1997 wird sie als Jugendkirche genutzt; im 1. Stock befinden sich ein Jugendcafé und das Jugendpfarramt, erreichbar über einen Nebeneingang beim Westturm. Der Westturm wurde nach seiner Teilzerstörung 1945 nur in reduzierter Höhe wiederhergestellt.
Im Turm hängt die älteste Glocke Chemnitzs: die 1475 von Oswald Hilliger gegossene Johannisglocke mit 118,5 cm Durchmesser. Zwei weitere Bronzeglocken goss 1981 die Glockengießerei Schilling in Apolda, die größere als originalgetreue Kopie der barocken Vorgängerglocke. Die 1722 von Gottfried Silbermann erbaute Orgel wurde 1879 nach Auligk verkauft, 1913 kam eine Jehmlich-Orgel in die Kirche.
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