Besucherbergwerk Freudenstadt, Silbererzmine in Freudenstadt, Deutschland.
Das Besucherbergwerk Freudenstadt ist eine stillgelegte Silbergrube mit drei Ebenen, die durch Stahlleiterverbunden sind und bis in 30 Meter Tiefe reichen. In den Gängen finden sich noch original Abbaugeräte und Mineralablagerungen, die einen Eindruck der früheren Arbeit vermitteln.
Die Silbergewinnung an diesem Ort begann 1267 und wurde später 1559 reaktiviert, endete jedoch zwei Jahre später 1561, nachdem Explorationsversuche für Silber und Kupfer abgeschlossen waren. Die Grube markierte das Ende des organisierten Bergbaus in dieser Region für lange Zeit.
Der Ort trägt seinen Namen nach einem Gründer aus dem 16. Jahrhundert und zieht heute Besucher an, die traditionelle Bergbautechniken hautnah erleben möchten. Die Grubenhalle zeigt, wie Bergleute damals arbeiteten und welche Werkzeuge sie verwendeten.
Der Zugang erfolgt über Stahlleiter auf engem Raum, daher ist eine gewisse Beweglichkeit erforderlich und festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Die konstante Temperatur unter der Erde bleibt bei etwa 8 Grad Celsius, deshalb sollte man eine Jacke mitbringen.
Eine gut erhaltene Holzwinde aus 1560 steht noch in der Grube und ist ein seltenes Überbleibsel der Bergbautechnik jener Zeit. An der untersten Ebene sind auch alte Schriftzüge aus 1556 in der Windenanlage eingeritzt, welche Besucher direkt sehen können.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.