Schloss Winnental, Renaissanceschloss in Winnenden, Deutschland.
Schloss Winnental ist eine dreiflügelige Anlage in Winnenden, deren ältester Teil, der Komturbau, um 1300 entstand. Östlich davon errichtete der Architekt Matthias Weiß von 1684 bis 1688 ein dreigeschossiges Corps de Logis, an das später der Kavalierbau anschloss. Der Ostflügel wurde 1975 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Berthold von Neuffen stiftete 1288 seinen Besitz in Winnenden dem Deutschen Orden, der dort eine Kommende gründete; der Komturbau, das älteste erhaltene Gebäude, stammt von um 1300. Herzog Eberhard III. von Württemberg kaufte die Kommende 1665 für 48.000 Gulden, und der Architekt Matthias Weiß errichtete 1684 bis 1688 das dreigeschossige Corps de Logis. Ab 1677 diente das Schloss als Apanagensitz der Linie Württemberg-Winnental, und 1830 bis 1833 baute Friedrich Bernhard Adam Groß es zu einer Nervenheilanstalt um, deren Nachfolgerin das Schloss bis heute nutzt.
Der Name Winnental geht auf die von Landschaftsadministrator Friedrich Carl begründete Nebenlinie Württemberg-Winnental zurück, die das Schloss ab 1677 als Apanagensitz nutzte, bis die Linie 1733 erlosch. 1796 richtete der Oberbaudirektor Reinhard Ferdinand Heinrich Fischer die Innenräume als Witwensitz für Herzogin Sophie Albertine von Beichlingen neu ein, die dort bis 1807 lebte.
Das Schloss ist heute noch ein aktives Klinikum, daher kann die Öffentlichkeit nur die äußeren Bereiche und bestimmte Gemeinschaftsflächen besuchen. Es ist sinnvoll, sich vor dem Besuch zu informieren, da die Zugänglichkeit je nach medizinischen Aktivitäten eingeschränkt sein kann.
Der älteste Teil ist der westliche Komturbau, um 1300 errichtet und 1423 Sitz des Komturs. Das dreigeschossige Corps de Logis ließ der Architekt Matthias Weiß 1684 bis 1688 östlich davon bauen; der kurz darauf angefügte Kavalierbau vollendete die Dreiflügelanlage.
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