Augustinerchorherrenstift St. Maria, Hane, später Prämonstratenserinnenstift, Romanisches Kloster in Bolanden, Deutschland
Kloster Hane ist eine mittelalterliche Benediktiner-Anlage bei Bolanden mit massiven Steinmauern und erhaltenen Fundamenten eines dreischiffigen Basilika-Grundrisses. Die Gebäudestrukturen zeigen typische Merkmale der romanischen Bauweise mit dicken Wänden und stabilen Konstruktionen, die über Generationen erhalten blieben.
Der Adlige Werner von Bolanden gründete das Kloster 1120 und holte zunächst Augustiner-Chorherren von Springiersbach, um eine Mönchsgemeinschaft aufzubauen. Im Laufe der Zeit wechselte die Gemeinschaft zur Prämonstratenser-Ordnung und integrierte auch weibliche Ordensangehörige, was die Entwicklung und Anpassung des Komplexes prägte.
Das Kloster wird heute von Besuchern als Ort wahrgenommen, an dem religiöse Gemeinschaften über Jahrhunderte zusammenleben konnten. Die Räume erzählen von der Entscheidung, verschiedene Gruppen von Ordensleuten aufzunehmen, was sich in der Gestaltung des Komplexes widerspiegelt.
Die renovierte Kapelle dient heute als Veranstaltungsort für Konzerte und musikalische Aufführungen in den historischen Steinmauern. Besucher sollten die unebenen Wege und Treppen beachten, die über das Gelände führen und in einzelnen Bereichen steil ansteigen können.
Im Jahr 1265 beschränkte das Kloster seine Bewohnerschaft bewusst auf etwa 50 Nonnen und bewirtschaftete sieben große Bauernhöfe in der Umgebung. Diese wirtschaftliche Struktur machte die Anlage zu einem der wohlhabenderen Klöster der Region und sicherte ihre finanzielle Unabhängigkeit.
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