Schloss Schweta, Renaissancehaus in Döbeln, Deutschland
Schloss Schweta war eine Wasserburg, die um 1600 zu einem Schloss im Renaissancestil umgebaut wurde, am Zusammenfluss von Zschopau und Freiberger Mulde im heutigen Döbelner Ortsteil Schweta. 1953 wurde es gesprengt; der Sandsteinkamin und die Glocke sind heute im Museum auf Burg Mildenstein in Leisnig zu sehen.
Schloss Schweta wird erstmals 1288 urkundlich erwähnt, als Otto von Sueth den Herrensitz als Lehen des Landgrafen Albrecht II. von Thüringen hielt. Um 1600 ließ Adam von Wallwitz die Wasserburg zum Renaissanceschloss umbauen. 1945 wurde das Rittergut geplündert und sein Land verteilt; das Schloss wurde später gesprengt.
Der Name Schweta geht wohl auf das slawische swjet (heilig) zurück; Urnenfunde auf dem Berg deuten auf einen slawischen Wall und einen heidnischen Opferort vor der Burg hin. Eine Sage verlegt ins 9. Jahrhundert einen Bischofssitz nach Schweta, weshalb der gegenüberliegende Berg Bischofsberg und die Wiese Bischofswiese heißen.
Der Ort liegt fern von Döbeln und ist über Nebenstraßen zu erreichen, daher ist Geduld beim Navigieren angebracht. Die Ruinen sind teilweise überwachsen und nicht besonders beeindruckend, aber der Standort an der Flusskonvergenz macht einen Spaziergang lohnenswert.
Der Sandsteinkamin und die Schlossglocke sind heute im Museum auf Burg Mildenstein in Leisnig zu sehen. Die Glocke goss 1847 Friedrich Gruhl aus Kleinwelka für Heinrich Hensel, der das Gut zwei Jahre zuvor erworben hatte; damals umfasste das Rittergut 161 ha und betrieb auch eine Spiritus- und Presshefefabrik.
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