Burg Julbach, Archäologische Burgruine in Julbach, Deutschland.
Die Burg Julbach ist eine abgegangene Höhenburg auf dem Schlossberg, einem langen Bergsporn in der Gemeinde Julbach im Landkreis Rottal-Inn, Bayern. Das Burgareal umfasst knapp 75 Meter Breite und 46 Meter Länge, im Norden durch einen Halsgraben abgetrennt, nördlich davon ein mottenähnlicher Hügel als Vorburg. Erhalten sind ein 8 Meter langer, 1 Meter breiter Mauerabschnitt und ein ausgemauerter, 57 Meter tiefer Brunnenschacht.
1078 erscheint ein Raffolt de Jugilbahe als Zeuge der Stiftungsurkunde des Klosters Ranshofen, 1165 führt Wernhard von Julbach den Titel comes. Die Grabungen unterscheiden eine erste Bauphase Mitte des 12. Jahrhunderts und einen großen Ausbau um 1500, wohl nach der Zerstörung von 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg. Ab 1377 hatten die Wittelsbacher Julbach als Pfand inne, 1382 kauften sie es endgültig.
Der Name Julbach erscheint bereits 1078 als Jugilbahe in einer Urkunde des Klosters Ranshofen, in der Raffolt de Jugilbahe als Zeuge genannt wird. Der Burghügel über der Kirche heißt Schlossberg; unter der Julbacher Kirche liegt ein Erdstall, ein rund 100 Meter langes Gangsystem. Seit den 2000er-Jahren erforscht und sichert der Verein Burgfreunde zu Julbach e. V. die Anlage.
Das Gelände kann zu Fuß erkundet werden, wobei man die beiden Hügel und ihre Strukturen besuchen kann. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da der Boden uneben und teilweise matschig sein kann.
Unter der Burganlage und unter der Julbacher Kirche liegt ein Erdstall, ein 100 Meter langes Gangsystem. Der ausgemauerte Brunnenschacht der Burg ist 57 Meter tief. Funde der Grabungen, darunter ein Friesacher Pfennig, Armbrustbolzen und ein Bronzearmreif, sind im Rathaus von Julbach zu sehen.
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