Cumberlandsche Galerie, Historische Galerie im Stadtteil Mitte, Hannover, Deutschland.
Die Cumberlandsche Galerie ist ein von Otto Goetze entworfenes und zwischen 1883 und 1886 errichtetes Gebäude in Hannover, das die Gemäldegalerie des Herzogs von Cumberland aufnahm. Sie liegt im Innenhof des Schauspielhauses und ist über die Prinzenstraße zugänglich. Von der ursprünglichen Galerie ist nur das Treppenhaus erhalten, mit dreiläufiger Treppe und chorartigem Anbau mit gusseisernen Stützen und breiten Stufen.
Die Galerie wurde zwischen 1883 und 1886 vom Architekten Otto Goetze für Ernst-August zu Braunschweig-Lüneburg errichtet, den letzten Kronprinzen zu Hannover, der sich auch Herzog von Cumberland nannte. Er wollte damit ein Prestigeobjekt schaffen, um nach der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen 1866 seine Thronansprüche zu verdeutlichen. 1925 verkaufte der Herzog die Galerie an die Provinzialverwaltung Hannovers, in der Zeit des Nationalsozialismus diente sie Propagandaausstellungen. Zwei Zwischenbauten von 1863 und 1878 wurden bei den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg zerstört, und seit 1970 hatte das Amerika-Haus seinen Sitz im Erdgeschoss.
Das Gebäude ist nach Ernst-August, Herzog von Cumberland, benannt, der es in Auftrag gab. Heute ist es eine von fünf Spielstätten des Schauspiels Hannover mit bis zu 80 Plätzen in der Galerie und 200 in der 2009 eröffneten Cumberlandsche Bühne. Das Stück Nipplejesus wird hier seit 2009 dauerhaft aufgeführt, und das Treppengeländer diente bereits als Bühnenbild.
Die Galerie erreicht man über den Innenhof des Schauspielhauses an der Prinzenstraße 9; im Treppenhaus, das keine Kulisse zulässt, werden nur Aufführungen ohne Bühnenbild gespielt. Die Cumberlandsche Bühne im Obergeschoss fasst 200 Plätze mit variabler Anordnung. Das Treppenhaus bietet maximal 80 Zuschauern Platz.
Das erhaltene Treppenhaus hat eine dreiläufige Treppe und einen chorartigen Anbau mit gusseisernen Stützen und breiten Stufen. Seit 2009 wird hier das Stück Nipplejesus dauerhaft aufgeführt, und das Geländer diente in Inszenierungen wie Böser Hun als Bühnenbild.
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