Quinter Viadukt, Eisenbahnviadukt in Ehrang/Quint, Deutschland.
Das Quinter Viadukt war ein Eisenbahnviadukt, das sich etwa 600 Meter über das untere Quintbachtal spannte. Es war aus dunklem Eifeler Naturstein aufgebaut und hatte 24 Rundbögen, die von 23 Pfeilern gestützt wurden.
Das Viadukt wurde zwischen 1917 und 1922 als Teil einer strategischen Eisenbahnstrecke am rechten Moselufer errichtet, doch der Bau wurde 1919 auf Befehl der Alliierten unterbrochen. Nach seiner Fertigstellung diente es jedoch nie dem Eisenbahnverkehr.
Das Bauwerk prägt bis heute das Bild des Moseltals und zeigt die Ingenieurskunst des frühen 20. Jahrhunderts. Besucher können an diesem Ort nachvollziehen, wie Eisenbahnarchitektur die Landschaft veränderte und das Selbstverständnis einer Epoche widerspiegelte.
Das heute nicht mehr vorhandene Bauwerk kann anhand von historischen Fotos und Dokumenten studiert werden, die in lokalen Museen und Archiven verfügbar sind. Eine Besichtigung der Landschaft, wo es einst stand, bietet einen Einblick in die topografischen Verhältnisse des Moseltals.
Das Bauwerk wurde nach seiner Fertigstellung 1922 nie für den Eisenbahnverkehr genutzt und stand etwa 57 Jahre verlassen in der Landschaft. 1979 wurde es vollständig abgerissen, und das Baumaterial verwendete man später beim Bau der Bundesstraße 53.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.