Alter Friedhof Harburg, Historischer Friedhof und Park in Harburg, Deutschland
Der Alter Friedhof Harburg ist eine Friedhofsanlage mit Park-charakter auf einem Hang südlich der Kirche St. Johannes an der Bremer Straße. Das Gelände verbindet die innerstädtische Zone mit dem benachbarten Harburg-Stadtpark durch seine Lage und seine grüne Gestaltung.
Die Anlage entstand 1828 als Ersatz für einen älteren Friedhof zwischen Sand und Schlossmühlendamm. Sie wurde nach 1937 nicht mehr für neue Begräbnisse genutzt, obwohl noch bis 1967 vereinzelt Bestattungen stattfanden.
Der Name Krummholzberg bezeichnet die Anhöhe, auf der der Friedhof angelegt wurde. Viele Gräber gehören Harburger Honoratioren: den Oberbürgermeistern August Grumbrecht und Heinrich David Denicke, den Industriellen Ernst Eger und Johann Friedrich Thörl oder dem Brauereibesitzer Wilhelm Hastedt. Suchen Sie die sogenannten Echo-Gräber in den Böschungen, reich ausgestattete Grabstätten für die Honoratioren und Industriellen der Stadt.
Das Gelände liegt auf einer Anhöhe südlich der St.-Johannis-Kirche, begrenzt von der Bremer Straße im Westen, der Maretstraße mit dem Phoenixviertel im Osten und der Baererstraße im Süden. Im Süden führt ein Fußweg über eine Brücke in den Harburger Stadtpark und verbindet so die Innenstadt mit dem Park. Seit 1984 steht der Friedhof unter Denkmalschutz, seit 2006 pflegt ein Verein die Anlage.
In der Mitte steht ein aufwändig gestaltetes Kriegerdenkmal für die „77er“, in Harburg stationierte Teile des 2. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 77. Daneben liegen Soldatengräber für Gefallene des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und des Ersten Weltkriegs; einige Grabanlagen wurden als sogenannte Echo-Gräber in die Böschungen eingelassen, bevorzugt von Honoratioren und Industriellen Harburgs.
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