Altes Schloss, Mittelalterliche Burgruine in Kleinwallstadt, Deutschland.
Das Alte Schloss Kleinwallstadt ist eine mittelalterliche Burganlage, deren Steinmauern teilweise bis zu zehn Meter hoch aufragen und die Umrisse der früheren Struktur deutlich machen. Die Ruine liegt in einem waldreichen Gebiet und besteht aus mehreren Grundmauersteilen, die die einstige Ausdehnung des Komplexes belegen.
Die Burg entstand kurz vor der Mitte des 13. Jahrhunderts und ist 1230 als Burg Waleberg urkundlich belegt, nachdem Kurmainz sie erworben hatte; ab 1225 nannte sich ein Konrad von Waleberg nach ihr. Die Ausgrabungen belegen eine bewusste Zerstörung im zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts noch vor der Vollendung, durch Brand und Untergraben der Mauern, in den Auseinandersetzungen zwischen Mainz und den Herren von Rieneck. Auf der Pfinzing-Karte von 1594 erscheint sie bereits als bewaldeter Burgstall.
Die Ruine zeigt Spuren einer gut organisierten Befestigung aus dem Mittelalter, die man noch heute an den steinernen Grundmauern erkennt. Besucher können beim Durchgang durch die Anlage nachvollziehen, wie die Burg einstmals aufgebaut war.
Die Ruine befindet sich im Wald und ist uber gekennzeichnete Wanderwege erreichbar. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und mit unebenenem Gelande rechnen, um die Anlage sicher zu erkunden.
Die Burg wurde nie vollendet: Die Grabungen 2006–2010 zeigten, dass ihre inneren Fachwerkbauten im zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts bewusst in Brand gesetzt und die Wehrmauern durch Untergraben niedergelegt wurden. Lange wurde die Stelle mit der Burg Waldenberg verwechselt, die tatsächlich auf dem Klosterberg bei Hösbach-Rottenberg lag.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.758 Mitwirkenden weltweit.