Sachsenbrücke, Straßenbrücke in Westvorstadt, Leipzig, Deutschland
Die Sachsenbrücke überspannt das Elsterflutbett und verbindet den östlichen mit dem westlichen Teil des Clara-Zetkin-Parks; über die Anton-Bruckner-Allee führt sie Fußgänger und Radfahrer autofrei vom Zentrum in den Leipziger Westen. Das heutige Bauwerk entstand 1928 nach der Verbreiterung des Elsterflutbetts, nachdem hier 1897 zur Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung die erste Brücke errichtet worden war. Sie ist ein Kulturdenkmal.
Die erste Brücke an dieser Stelle entstand 1897 für die Sächsisch-Thüringische Industrie- und Gewerbeausstellung. Der Name Sachsenbrücke, eine Erinnerung an den Seitenwechsel der sächsischen Truppen in der Völkerschlacht 1813, wurde erst am 7. November 1901 amtlich. Die heutige Ausführung stammt von 1928, als das Elsterflutbett verbreitert wurde.
Die Brücke trägt den Namen sächsischer Truppen, die während der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 die Seiten wechselten und sich den Alliierten anschlossen. Dieser historische Bezug ist heute noch in der Namensgebung präsent und erinnert an einen Wendepunkt der napoleonischen Kriege.
Die Brücke trägt die autofreie Route der Anton-Bruckner-Allee zwischen Stadtzentrum und Leipziger Westen, die Fußgänger und Radfahrer teilen; die Zählung 2021/22 ergab über 15.000 Radfahrende am Tag, der höchste Wert der Stadt. An Sommerabenden ist mit Gedränge und Straßenmusikern zu rechnen.
Im April 2022 trug das Klimabündnis Leipzig fürs Klima auf der Brückenfahrbahn 74 Meter lange und sechs Meter breite Klimastreifen auf, die 70 Jahre Erderwärmung farblich abbilden. Da die Straßenreinigung die Farbe nicht entfernen konnte, wurden die Streifen 2024 mit haltbarerer Farbe erneuert und um die neuesten Daten ergänzt.
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