Westfriedhof, Friedhof in Ingolstadt
Der Westfriedhof ist ein Friedhof in Ingolstadt mit Gräbern von Bürgern verschiedener Zeiträume, deren Grabsteine und Denkmäler unterschiedliche Stile und Epochen widerspiegeln. Die Anlage verfügt über gerade Wege, die von Bäumen und Hecken gesäumt sind, sowie ein klassizistisches Trauerhallgebäude aus dem 20. Jahrhundert.
Der Friedhof geht auf eine 1563 gegründete Begräbnisstätte außerhalb der Stadtmauern zurück und wurde in den 1930er Jahren nach einem Entwurf des Architekten Franz Schwäbl neu gestaltet und erweitert. Das Gelände enthält eine Kapelle von 1802, ein Taharahaus und eine Trauerhalle aus dieser Umbauzeit, sowie Bereiche für Soldaten aus mehreren Kriegen.
Der Westfriedhof trägt Namen von seiner Lage am westlichen Rand Ingolstadts und dient als Ort, wo Angehörige während Feiertagen Blumen und kleine Gaben an Gräbern hinterlassen. Diese Tradition zeigt, wie der Friedhof in den alltäglichen Rhythmus der Stadt und ihrer Familien eingebunden ist.
Der Friedhof ist ganzjährig tagsüber zugänglich und hat unebenes Gelände, daher sollte man bequeme Schuhe tragen. Das Licht filtert durch die Bäume am besten während der Tageslichtstunden und schafft eine ruhige, friedvolle Atmosphäre zum Gehen und Nachdenken.
Der Friedhof enthält Gräber von über 300 Soldaten des Ersten Weltkriegs sowie Soldaten aus dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870-71, einige davon sind Gefangene, die in Ingolstadt gestorben sind. Ein besonderer Bereich namens Ehrenhain ist Soldaten des Zweiten Weltkriegs gewidmet, darunter Menschen, die in Luftangriffen starben oder hingerichtet wurden.
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