Maria Schnee, Kirche in Mindelheim, Deutschland.
Maria Schnee in Mindelheim ist eine flachgedeckte neuromanische Kapelle mit drei Fensterachsen und dreiseitigem Schluss, erbaut 1871. Rundbogenfenster belichten den Innenraum, unter der Decke läuft ein Profilgesims. Die Westwand hat ein Stichbogenportal, das von einer Ädikula gerahmt wird; darüber erhebt sich ein quadratischer Dachreiter mit vier Giebeln und Blechspitze.
1803 wurde ein in eine Eiche eingewachsenes Bild Maria Schnee gefunden; die Bürgersfrau Elisabeth Bodenmüller sammelte Geld und ließ eine erste Feldkapelle aus Holz errichten, in der das Gemälde auf dem Altar stand. 1819 folgte eine größere Holzkapelle. 1871 wurde der Holzbau abgerissen und durch die heutige Massivkapelle ersetzt, finanziert von Maurermeister Andreas Scheu und Kaufmann Josef Boneberger aus Mindelheim; 1962 wurde sie renoviert.
Die Kapelle wird auch Eichetkapelle genannt, nach der Eiche, in der das Bild 1803 gefunden wurde. Auf der Predella befindet sich das kleine Gnadenbild, gemalt auf ein rindenumgebendes Stück Baumstamm, eine Kopie des Gemäldes von Santa Maria Maggiore in Rom. An der Westwand zeigt ein Gemälde die Seeschlacht von Lepanto, bei der Maria von oben in den Kampf eingreift.
Die Kapelle liegt leicht südöstlich außerhalb der Mindelheimer Innenstadt. Der Zugang erfolgt über ein Stichbogenportal an der Westseite, das von einer aus der Wand tretenden Ädikula mit Zinne gerahmt wird. Innen ist der Bau ein flachgedeckter Saal mit drei Fensterachsen, ein Besuch dauert daher nur kurz.
Auf der Rückseite der Leinwand des Lepanto-Gemäldes befindet sich eine zweite Darstellung: ein allegorischer Turm mit Geschützen und Fahnen, mit der Inschrift NOMINI MEO ADSCRIBATVR VICTORIA. 2 Reg. 12. Das Schlachtbild selbst zeigt Maria, wie sie von oben Blitze niederschleudert. Kaum ein Besucher dreht das Bild um.
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