Kutscherstube, ehemaliger Gasthof in Mägdesprung, Sachsen-Anhalt
Die Kutscherstube war ein Fachwerkhaus in Mägdesprung, Teil von Harzgerode, das seit Anfang des 18. Jahrhunderts stand. Das Gebäude lag an der südlichen Dorfkante an der Unteren Kreisstraße, gegenüber von Kunstgießereien und dem Hüttensplatz.
Das Haus entstand in der frühen 1700er Jahren als Hüttenschenke, die Besucher und Arbeiter der Eisenhütte versorgte, die bereits im 17. Jahrhundert gegründet worden war. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein neuer Flügel hinzugefügt, der es in ein kleines Hotel mit Gästezimmern umwandelte.
Die Kutscherstube war ein Treffpunkt für Arbeiter und Reisende, die mit dem nahegelegenen Eisenhüttenwerk verbunden waren. Der Name deutet auf seine Rolle hin: ein Ort, wo Fuhrleute und Handwerker sich trafen, aßen und tranken.
Vom ursprünglichen Gebäude stehen heute nur noch die Außenmauern nach dem Brand von 2018. Der Zugang zur Stätte ist begrenzt, da das Gelände verlassen ist und Vegetationen die Ruinen bedecken.
Das Gebäude wurde später als Kurhaus bezeichnet und in den 1970er Jahren als Herberge für Studenten der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg genutzt. Diese unerwartete Funktion zeigt, wie das alte Haus sich an neue Zeiten anpasste, bevor es letztendlich leer stand.
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