Jagdschloss Oberhof, Jagdschloss in Oberhof, Deutschland.
Das Jagdschloss Oberhof war ein Gebäude in Thüringen mit rechteckiger Grundform und reich verziertem Inneren. Die Wände trugen über zweihundert Jagdtrophäen, die das Ziel und die Leidenschaft der Bewohner widerspiegelten.
Herzog Johann Ernst I. ließ das erste Jagdhaus 1616 mit acht Räumen und einer quadratischen Umwallung errichten, doch es brannte bereits 1634 ab. Später wurde an dieser Stelle ein neues Gebäude aufgebaut, das bis ins 20. Jahrhundert Bestand hatte.
Der Name des Hauses verweist auf seinen Ursprung als Jagdresidenz für die lokale Aristokratie. Besucher konnten sich hier vorstellen, wie Adlige ihre Jagdausflüge organisierten und in geselliger Runde Zeit miteinander verbrachten.
Das Gelände befand sich in der waldreichen Gegend Thüringens, was lange Wanderungen durch die Natur ermöglichte. Das Haus wurde 2020 abgerissen, weshalb heute nur die Geschichte und alte Fotos von seinem Aussehen zeugen.
Das Haus zog in mehreren Jahren hochrangige Gäste an, darunter 1839 der sächsische König Friedrich August II. mit zehn weiteren Fürsten. Ein weiterer Höhepunkt war 1888, als vier preußische Kaisersöhne, Wilhelm, Eitel Friedrich, Adalbert und August Wilhelm, dort übernachteten.
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