Alte Synagoge, Ehemalige Synagoge in Hagenow, Deutschland.
Die Alte Synagoge in Hagenow ist ein restauriertes Gebäude, das aus dem Hauptbau und einem Vorderhaus besteht. Der Komplex enthielt Wohnräume, eine Religionsschule und ein rituelles Bad für die Gemeinde.
Bereits 1781 befand sich am Ort ein Gebetsraum; 1820 erwarb der Gemeindevorsteher Hirsch Samuel Meinungen für 100 Reichstaler einen Garten in der Hagenstraße, und 1828 wurde der Fachwerkkomplex fertiggestellt. Die Israelitische Gemeinde zu Hagenow weihte die Synagoge am 15. August 1828 ein. 1907 fand der letzte Gottesdienst statt. Während der Novemberpogrome 1938 wurde der Innenraum verwüstet, das Gebäude wegen der Nähe anderer Bauten aber nicht in Brand gesetzt; 1942 wurde der Komplex zwangsweise verkauft.
Das Gebäude erinnert an die jüdische Gemeinde, die hier lange Zeit lebte und betete. In den Räumen finden Besucher heute Ausstellungen, die zeigen, wie das jüdische Leben in der Stadt und der Region aussah.
Der Zugang zum Ensemble erfolgt über die Hagenstraße, wo das Vorderhaus mit Schule und Gemeinderäumen steht; die Synagoge selbst liegt im Hinterhof und ist durch die Durchfahrt erreichbar. Im Inneren ist die grundwassergespeiste Mikwe mit einem in den Boden eingelassenen Fass aus Eichenbrettern erhalten. Die Anlage gehört zum Hagenower Heimatmuseum, daher richtet sich der Zugang zu den Ausstellungsräumen und zur Synagoge nach dessen Öffnungszeiten.
Bei der Restaurierung wurden an der Stirnseite des Gebetsraumes alte Farbschichten freigelegt, auf denen der Umriss der zerstörten Thoranische noch zu erkennen ist. Wegen der Nähe zu anderen Gebäuden wurde die Synagoge während der Novemberpogrome 1938 nicht in Brand gesetzt.
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