Altenberger Pinge, Bergbaudenkmal in Altenberg, Deutschland
Die Altenberger Pinge ist ein durch Zinnbergbau entstandener Tagebruch, kein Tunneleinsturz. Ihre steilen Wände aus hellrot-rosafarbenem und grauem Gestein fallen zu einem schattigen Grund ab; der Rand ist von Bäumen gesäumt, Häuser stehen etwa 50 m entfernt. Sie misst etwa 440 m von Nordwest nach Südost und 380 m quer dazu, bei 120 bis 150 m Tiefe.
Das Loch entstand am 24. Januar 1620, als unterirdische Bergbaustollen oberhalb der Stadt zusammenbrachen. Jahrhunderte lang hatte man hier Zinn und andere Mineralien aus der Erde geholt, bis die ausgehöhlten Schächte unter dem Gewicht nachgaben.
Der Name Pinge stammt aus der Bergmannssprache und bezeichnet einen Tagesbruch. Der Aschergraben, ein 7,4 km langer Wassergraben von 1452 bis 1458, verläuft noch heute in der Nähe und trieb die Pochwerke an. Der grenzüberschreitende Bergbaulehrpfad führt am Rand vorbei.
Der Zugang zur Pinge ist nur mit einem Führer möglich; einen freien Abstieg zum Wasser gibt es nicht. Der Grenzüberschreitende Bergbaulehrpfad führt durch die Umgebung und am Rand vorbei. Einige Häuser Altenbergs stehen nur etwa 50 m vom Rand entfernt, sodass die Pinge vom Stadtzentrum aus zu Fuß erreichbar ist.
Der Einsturz von 1620 verschlang vier Zechen, ihre Göpel und das Wohnhaus des Bergschmieds; 24 Menschen wurden verschüttet, 23 lebend geborgen, doch der 79-jährige David Eichler wurde nie gefunden. Die Erschütterung war noch über 30 km entfernt in Dresden zu spüren.
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