Saarburgkaserne, Militärkaserne in Landsberg am Lech, Deutschland
Saarburgkaserne ist ein großes Militärgelände in Landsberg am Lech mit mehreren Bauten aus dem frühen 20. Jahrhundert, die durch rote Backsteinmauern und symmetrische Fensterreihen geprägt sind. Die Anlage wurde im Stil preußischer Kasernen gestaltet und erstreckt sich über ein breites Areal mit verschiedenen Funktionsgebäuden.
Die Kaserne entstand zwischen 1899 und 1905 und beherbergte zunächst das 9. Bayerische Feldartillerie-Regiment als Hauptdienststelle. Im Laufe des 20. Jahrhunderts durchlief sie verschiedene militärische Funktionen und Belegungen, die ihr Gesicht immer wieder veränderten.
Im Areal finden sich Hinweise auf die Zeit nach 1945, als hier jüdische Displaced Persons lebten und das Gelände zu einem Ort der Zuflucht wurde. Diese Geschichte ist heute noch in Gedenktafeln und in der Erinnerung der lokalen Gemeinde lebendig.
Das Areal liegt im Norden von Landsberg und ist heute teilweise öffentlich zugänglich, während andere Bereiche noch militärisch genutzt werden. Besucher sollten beachten, dass nicht alle Gebäude zu besichtigen sind und einige Zonen möglicherweise eingeschränkt sind.
Während des Zweiten Weltkriegs verbarg sich unter dem Gelände eine unterirdische Anlage namens UTA, in der Gefangene aus Konzentrationslagern an der Flugzeugproduktion für das Deutsche Reich arbeiten mussten. Diese versteckte Geschichte zeigt eine düstere Seite der Industrialisierung von Kriegsproduktion im dritten Reich.
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