Steinbruch an der Schanz, Geologischer Steinbruch in Burgberg im Allgäu, Deutschland.
Der Steinbruch an der Schanz ist ein Geotop in Burgberg im Allgäu, das aufgeschlossene Schichten aus Kalkstein und Sandstein zeigt. Diese Steinschichten gehören zur Südhelvétischen Faltenstruktur und ermöglichen Besuchern einen direkten Blick in die geologische Vergangenheit dieser Region.
Der Steinbruch wurde in den 1930er Jahren erschlossen; 1978 übernahm ein Allgäuer Bitumenmischbetrieb den industriellen Betrieb. Ende 1999 lief die Abbaugenehmigung aus, und eine Reaktivierung im Jahr 2009 scheiterte am Widerstand der Bevölkerung aus Burgberg. Seit 2000 wird kein Gestein mehr abgebaut.
Die Formation gehört zu den 100 bedeutendsten Geotopen Bayerns und zeigt durch ihre Sedimentstrukturen geologische Nachweise ehemaliger Meeresablagerungen.
Der Steinbruch liegt am Weinberg zwischen Rettenberg und Burgberg und misst 250 Meter Länge bei je 70 Metern Breite und Höhe. Ende 1999 lief die Abbaugenehmigung aus, seit 2000 ist die Grubensohle rekultiviert und bildet eine grüne Fläche unter der Felswand. Eine Reaktivierung im Jahr 2009 scheiterte am Widerstand der Burgberger Bevölkerung.
Im Seewerkalk sitzen weiße bis klare Calcitkristalle von mehreren Zentimetern Größe, meist als Skalenoeder, in Hohlräumen der Calcitadern. Pyrit und Markasit kommen in dunkelgrauen Partien vor, seltener Strontianit, der oft den Calcit überzieht. Auch Anatas von 4 mm Größe kann im Gestein vorkommen.
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