Altfriesisches Haus, Historisches friesisches Hausmuseum in Keitum, Deutschland.
Dieses Museum aus dem 18. Jahrhundert zeigt vier authentisch eingerichtete Räume mit originalen gefliesten Wänden, Holzdecken, Alkoven-Schlafnischen und gusseisernen Öfen, die Heidekraut und Treibholz verbrannten.
1739 als Kapitänshaus errichtet, war das Gebäude im 19. Jahrhundert Wohnhaus des Lehrers, Chronisten und Sammlers Christian Peter Hansen (1803–1879), der den Grundstock der Museumssammlung zusammentrug. Der 1906 gegründete Kultur- und Heimatverein Sölring Foriining eröffnete das Haus 1908 als Museum; eine dänische Quelle nennt 1907.
Das Museum bewahrt die traditionelle friesische Wohnkultur durch originale Möbel, Haushaltsgeräte, maritime Artefakte, Familienstammbäume und Dokumente, die das Inselleben vergangener Jahrhunderte veranschaulichen.
Das Museum ist April bis Oktober montags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr und an Wochenenden von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, mit Winterzeiten November bis März donnerstags bis sonntags von 11:00 bis 15:00 Uhr und bietet eingeschränkte Rollstuhlzugänglichkeit.
Der friesische Giebel des Hauses sollte bei einem Brand verhindern, dass brennendes Reet vor die Haustür rutschte, damit der Fluchtweg frei blieb. Eine Luke oder ein Fenster über der Haustür erleichterte zudem das Einlagern von Futtermitteln auf dem Dachboden und ließ Licht hinein.
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