St.-Veits-Kirche, Lutherische Kirche in Kernen im Remstal, Deutschland
Die St.-Veits-Kirche, auch St. Maria und St. Veit genannt, steht im Ortskern von Stetten im Remstal. Ihr 33 Meter hoher Turm bewahrt einen spätgotischen Sockel mit Kreuzrippengewölbe, während das Obergeschoss 1828 mit je drei Pfeilerarkaden unter einem stumpfen Pyramidendach neu errichtet wurde. Das Schiff ist ein breiter Quersaal ohne Chor; Kanzel, Altar und Taufstein stehen an der Südseite.
1349 erstmals urkundlich als romanische Marienkapelle erwähnt, gestiftet von den Truchsessen Wilhelm und Graf von Stetten, wurde die Kirche 1488 dem heiligen Veit geweiht. 1698 ließ Herzoginwitwe Magdalena Sibylle sie bis auf den Glockenturm abreißen und durch Baumeister Matthias Weiß in doppelter Größe als chorlose Querkirche neu erbauen. 1828 ersetzte Friedrich Bernhard Adam Groß das obere Turmgeschoss.
Die Kirche ist ein Ort des religiösen Lebens, an dem die Gemeinde zusammenkommt und regelmäßig Gottesdienste abhält. Sie steht im Zentrum des Dorflebens und verbindet die Menschen des Remstals durch ihre Präsenz und ihre Funktion als Versammlungsort.
Die Kirche liegt im Dorfzentrum von Kernen und ist von der Hauptstraße aus leicht zu erreichen. Besucher können das Gebäude von außen besichtigen und erhalten durch Hinweisschilder mehr Informationen zu seiner Geschichte.
Vom Turm von 1473 blieb der Sockel mit dem kreuzrippengewölbten Erdgeschoss und zwei als Schießscharten gedeuteten Öffnungen erhalten; der Aufsatz mit je drei Pfeilerarkaden pro Seite stammt von 1828. An der Nordfassade wurde am 21. April 1921 ein von Emil Kiemlen geschaffenes Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs eingeweiht.
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