Pulverturm, Mittelalterlicher Wachturm in Straubing, Deutschland
Der Pulverturm ist eine runde Backsteinwelle mit konischem Dach, die sich an der nordwestlichen Ecke von Straubings mittelalterlichem Befestigungssystem erhebt. Die Struktur zeigt die typische Bauweise einer Verteidigungsanlage mit stabilen Mauern und architektonischen Details, die die ursprüngliche Funktion des Bauwerks widerspiegeln.
Der Turm wurde in der späten 15. Jahrhundert als Teil der Stadtverteidigung erbaut und diente über Jahrhunderte verschiedenen Zwecken. Im 19. Jahrhundert wurde er als Waffenlager für die Landwehr genutzt, bis er später zum Kulturraum umfunktioniert wurde.
Der Turm trägt den Namen "Pulverturm" wegen seiner früheren Funktion als Pulverlager und wird heute als Gedenkstätte genutzt. Besucher können die bronzene Skulpturengruppe von Karl Reidel sehen, die seit 1963 an die Opfer beider Weltkriege erinnert.
Der Turm befindet sich in der Nähe von Am Kinseherberg 24 im nordwestlichen Bereich der Altstadt und ist leicht zu Fuß erreichbar. Das Gelände ist frei zugänglich, so dass Besucher die äußere Architektur und die Gedenkstätte jederzeit erkunden können.
Die Umwandlung des Turms zu einem Museum im Jahr 1845 legte den Grundstein für die Sammlung, die später zum Gäubodenmuseum wurde. Diese frühe Entscheidung zur Konservierung prägte die Entwicklung des Kulturerbes in Straubing nachhaltig.
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