Villa Simson, Kulturdenkmal in Suhl, Deutschland
Villa Simson ist ein Herrenhaus in Suhl mit einer Kalksteinsockelgeschoss, einer Terrasse und zwei zurückgesetzten verputzten Obergeschossen, gekrönt von Mansard- und Dachgeschossbereichen. Das Gebäude erstreckt sich über rund 7.600 Quadratmeter Grundstück mit etwa 950 Quadratmetern Wohnfläche auf dem südlichen Hang des Dombergs oberhalb der Innenstadt.
Das Anwesen wurde zwischen 1911 und 1912 für Jeanette Simson, die Witwe des Unternehmers Gerson Simson, errichtet und diente der Familie als Wohnhaus. Die Bewohner verließen das Haus 1935 und flohen in die USA, als die Bedingungen in Deutschland zunehmend gefährlich wurden.
Die Eingangshalle mit zwei Geschossen und das Speisezimmer im ersten Stock zeigen, dass hier eine wohlhabende jüdische Unternehmerfamilie lebte, die Wert auf repräsentative Räume legte. Besucher können die großzügige Gestaltung noch heute nachvollziehen und verstehen, wie wichtig Gastfreundschaft und gesellschaftliches Leben für diese Familie waren.
Das Gebäude liegt auf einem südlichen Berghang und ist von der Stadt aus sichtbar, wodurch es leicht zu erreichen ist. Die Position auf erhöhtem Gelände bedeutet, dass Besucher mit Treppen oder Steigungen rechnen sollten.
Das lange verlassene Gebäude wurde 2023 öffentlich versteigert und soll nun in elf Wohnungen sowie unterirdische Parkplätze umgebaut werden. Diese Renovierungspläne geben einem seit Jahrzehnten ungenutzten Haus eine neue Zukunftsperspektive.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.