Bitterbachschlucht, Geschützte Schlucht in Lauf an der Pegnitz, Deutschland.
Die Bitterbachschlucht ist eine vom Bitterbach in den Burgsandstein geschnittene Klamm. Der Burgsandstein ist ein rötlicher, grobkörniger Sandstein; seine Wände sind steil und teils unterspült, mit Moosen und Farnen bewachsen, mit tiefen Spalten, Löchern und kleinen Wasserfällen. Der Bach läuft auf dem Grund der Schlucht und trocknet in trockenen Jahren wie 2018 und 2019 aus.
Während der Eiszeit wechselten Kalt- und Warmzeiten; der Bitterbach lagerte Sand im alten Bett ab und floss als mäandrierendes Rinnsal nach Osten. Als es wärmer und feuchter wurde, schwoll er an und konnte einige Kuppen rötlich-grobkörnigen Burgsandsteins nicht mehr umfließen, sodass er sie durchschnitt. Durch diese Erosionskraft entstand die enge Schlucht im harten Gestein.
Das Gewässer hat Informationstafeln entlang seines Laufs, die das Ökosystem und die Erosion erklären. Besucher können die Zusammenhänge zwischen Wasser, Gestein und Wald unmittelbar erleben, während sie die Schlucht durchwandern.
Der Zugang erfolgt vom Parkplatz des Freibads an der Schützenstraße, wo rote Kreuze auf weißem Grund den Weg markieren. Das Gelände erfordert Trittsicherheit und festes Schuhwerk wegen der rutschigen Wege in der feuchten Schlucht.
Die Schlucht schneidet in den Burgsandstein, einen rötlichen, grobkörnigen Sandstein, der in der Umgebung meist mehr als 10 Meter unter der Erdoberfläche liegt und nur selten gut aufgeschlossen ist. Die Felsenkeller unter der Laufer Altstadt sind in denselben Sandstein gehauen.
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