Soerser Haus, Herrenhaus im Stadtteil Laurensberg, Aachen, Deutschland.
Das Soerser Haus ist ein Herrenhaus mit einem quadratischen Wohnturm und Fundament aus Eschweiler Kohlensandstein in der Nähe der A4-Autobahn. Das Obergeschoss besteht aus Bruchsteinmauerwerk und prägt das Erscheinungsbild des Gebäudes deutlich.
Das Soerser Haus wurde vermutlich um 1290 als Wasserburg vor den Toren Aachens gegründet, auf Land, das zum Aachener Reich gehörte. Eine ab 1219 urkundlich genannte Familie Puls nannte sich später von Soersen und stellte Untervögte, Schultheißen und Schöffen. Kurz nach 1400 war das Herrenhaus unter vier Parteien aufgeteilt, darunter die Familien Colyn, von Moirke und von Wittem; Johann von Wittem wurde vor 1470 alleiniger Eigentümer. 1747 ließ Johann Carl Melchior von Broich das alte Burghaus barock umgestalten und ersetzte die Zugbrücke durch eine dreibogige Brücke.
Der Name Soers geht auf die 1219 urkundlich genannte Familie Puls zurück, die sich über „Poels von der Soerse“ in „von Soersen“ umbenannte; das Anwesen gab der Aachener Soers ihren Namen. Familienmitglieder waren vom 13. bis 15. Jahrhundert Untervögte, Schultheißen und Schöffen in Aachen. Das Haus ist nur zu Veranstaltungen öffentlich zugänglich.
Die Anlage liegt in der Nähe der A4, was die Anfahrt mit dem Auto erleichtert, aber auch bedeutet, dass Sie mit Verkehrslärm rechnen sollten. Besucher sollten sich vorher informieren, da die genauen Öffnungszeiten variieren können und nicht alle Bereiche jederzeit zugänglich sind.
Das Haus gab dem Aachener Soers seinen Namen. Seine Geschichte ist schwer nachzuvollziehen, weil der große Aachener Stadtbrand von 1656 nur wenige Urkunden übrig ließ und es oft mit dem benachbarten Bütershöfchen und dem Haus Soerser Hochkirchen verwechselt wurde. Noch heute lassen sich manche Nennungen in Quellen keinem der drei Häuser mit Sicherheit zuordnen.
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