Marienkirche, Katholische Kirche in der östlichen Innenstadt von Offenbach am Main
St. Marienkirche ist eine neobarocke Basilika an der Bieberer Straße im Mathildenviertel, zurückgesetzt hinter einem balustradengesäumten Vorhof, dem Paradieshof. Ihr 60 Meter hoher Backsteinturm mit geschweifter Doppelzwiebel und Sandsteinfassade mit der Rosenkranzmadonna erhebt sich über dem Portal. Der kreuzförmige Innenraum misst 44 auf 18,4 Meter, das Querhaus ist 23 Meter breit.
St. Marien wurde als zweite katholische Gemeinde Offenbachs nach St. Paul (1826) gegründet, unterstützt vom Reichstagsabgeordneten Otto von Brentano. 1894 wurde der Bauplatz erworben, 1896 eine Notkirche errichtet. 1908 gewann Ludwig Becker den Wettbewerb unter vier Kirchenarchitekten; die Grundsteinlegung erfolgte am 3. September 1911, die Weihe durch Bischof Georg Heinrich Maria Kirstein am 11. August 1913.
Die Kirche ist Treffpunkt für deutsche und italienischsprachige katholische Gemeinden und zeigt die vielfältige Bevölkerung Offenbachs. Man sieht diese Verbindung in den Gottesdiensten und der Nutzung durch verschiedene Gemeinschaften.
Die Kirche steht einige Meter zurückversetzt von der Bieberer Straße hinter einem Vorhof mit Balustrade, dem sogenannten Paradieshof, der von Pfarr- und Küsterhaus flankiert wird. Das Hauptportal öffnet sich zu diesem Hof, darüber erhebt sich der 60 Meter hohe Turm mit seiner Doppelzwiebel.
Im Innern befindet sich eine historische Orgel von Klais aus dem Jahr 1914 mit 30 Registern und pneumatischer Mechanik, eines der seltenen erhaltenen Instrumente aus dieser Epoche. Diese Orgel erklingt noch heute bei besonderen Gottesdiensten und Konzerten in der Kirche.
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