Jagdschloss Giesel, Jagdschloss in Neuhof, Deutschland.
Das Jagdschloss Giesel ist ein eingeschossiger rechteckiger Bau mit fünf Fensterachsen, 17,15 mal 10,62 Meter groß, dessen Längsseite nach Nordwesten unter einem hohen Walmdach ausgerichtet ist. Die Wände sind etwa 1,20 Meter stark, und der originale Dachstuhl aus bis zu 30 cm starken behauenen Eichenbalken kommt ohne Zwischenpfosten aus. Über dem Eingangsportal befindet sich das Wappen des Konstantin von Buttlar mit der Jahreszahl 1717.
Eine Wasserburg in Giesel ist seit dem 14. Jahrhundert belegt, als Fürstabt Heinrich VI. von Hohenberg um 1340 die Neue Burg durch Aufstau der Giesel errichten ließ. Die Burg verfiel und wurde vermutlich im Dreißigjährigen Krieg zerstört. 1717 ließ Fürstabt Konstantin von Buttlar den heutigen Schlossbau auf den alten Grundmauern errichten; nach der Säkularisation 1803 wurde er Forstamt.
Über dem Eingangsportal befindet sich das Wappen des Fuldaer Fürstabts Konstantin von Buttlar mit der Jahreszahl 1717. Es verweist auf den Erbauer des Jagdschlosses und dessen Nutzung durch die Fürstäbte von Fulda bis zur Säkularisation 1803.
Der Besuch erfordert Vorbereitung, da das Gebäude privat genutzt wird und nicht immer für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Es ist ratsam, sich vorher zu informieren oder lokale Kontakte zu nutzen, um einen Besuch zu ermöglichen.
Etwa ein Drittel des ehemaligen Burggrabens ist von der Schloßstraße aus noch zu erkennen; die übrigen zwei Drittel der nordöstlichen Grabenanlage wurden in den 1960er Jahren bei der Verrohrung der Giesel mit Erdaushub verfüllt und als Wiese genutzt.
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