Rathaus Wilhelmshaven, Rathaus in Wilhelmshaven, Deutschland.
Das Rathaus Wilhelmshaven ist ein Verwaltungsgebaude im Zentrum der Stadt, das sich 48 Meter hoch erhebt und mit roten Backsteinflachen und geometrischen Formen des Backsteinexpressionismus auffallt. Die Fassade zeigt klare Linien und vertikale Strukturen, die das Bauwerk auch von der Ferne deutlich machen.
Die Planungen für ein neues Rathaus in Rüstringen begannen vor dem Ersten Weltkrieg; nach vier Wettbewerben gewann Fritz Höger 1926. Am 4. Mai 1928 wurde der Grundstein gelegt, nach 77 Arbeitswochen folgte am 11. Oktober 1929 die Einweihung; 73 Firmen waren am Bau beteiligt. Bombentreffer am 15. Oktober 1944 ließen das Gebäude ausbrennen und zerstörten den Ostflügel fast; 1952–53 erhielt es seine alte Gestalt zurück.
Das Rathaus ist Treffpunkt der Stadtverwaltung und prägt mit seiner markanten Backsteinform das Aussehen der Innenstadt. Besucher sehen hier täglich das Kommen und Gehen von Bürgern, die Anliegen klären oder Dokumente beantragen.
Das Gebäude liegt zentral in Wilhelmshaven und ist gut erreichbar über öffentliche Wege und Plätze rund um die Innenstadt. Besucher sollten beachten, dass es ein aktiver Arbeitsplatz ist und bestimmte Bereiche möglicherweise nicht frei zugänglich sind.
Der Turm, der dem Bau seine Höhe gibt, beherbergte keine Büros: Er enthält einen Wasserbehälter und ersetzt einen alleinstehenden Wasserturm. Der leere Raum unter dem Behälter konnte anderweitig genutzt werden. Höger war nicht der erste, der Wasserturm und Verwaltungsbau kombinierte: Das Rathaus Neuenhagen bei Berlin von Wilhelm Wagner, fertiggestellt 1926, und der Wohnwasserturm Wulsdorf von Heinrich Mangel, erbaut 1927, kamen ihm zuvor.
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