Herrenhaus Lüssow, Herrenhaus im Westen der Ortschaft Lüssow (Gützkow), auch als Schloss Lüssow bezeichnet
Schloss Lüssow ist ein Herrenhaus im Neorenaissance-Stil, das 1868 fertiggestellt wurde und in einem großen Landschaftspark westlich von Gützkow steht. Das zweigeschossige Gebäude zeigt symmetrische Fenster mit Holzrahmen, eine hochmittige Eingangsgruppe mit geöltem Bogen und originale Ziergiebel an der Fassade.
Das Schloss wurde 1868 von Achim von Voß-Wolffradt erbaut, nachdem er das Landgut 1841 geerbt hatte und das Anwesen modernisieren wollte. Nach 1945 wurde das Gebäude als Schule, Kindergarten und Unterkunft für Flüchtlinge genutzt, bis es 1972 aufgegeben wurde und später durch Bürgerinitative 1994 erste Rettungsmaßnahmen eingeleitet wurden.
Das Schloss war über Generationen hinweg das Zentrum des sozialen Lebens in der Gegend und Schauplatz von Festen und Zusammenkünften der Familie. Heute können Besucher sehen, wie die sorgfältig angeordneten Räume und die repräsentative Architektur die gesellschaftliche Stellung der Bewohner widerspiegeln.
Das Gebäude kann von außen besichtigt werden, liegt aber in einem ländlichen Gebiet ohne öffentliche Verkehrsmittel, daher ist ein Auto empfehlenswert. Die beste Zeit zum Besuchen ist an trockenen Tagen, da die Wege um das Schloss unbefestigt sind und bei Regen schlammig werden können.
Das Dach wurde in den 1990er Jahren mit modernem Material ersetzt, behielt aber seine ursprüngliche Form, während Türme und Giebel aus dem 1960er Jahren entfernt wurden und nur noch Umrisse an den Fassaden sichtbar sind. Diese Spuren zeigen, wie sich die Architektur des Gebäudes über Jahrzehnte verändert hat und welche Teile für immer verloren gingen.
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