Schloss Pirkensee, Barockschloss mit Park in Pirkensee, Maxhütte-Haidhof, Bayern, Deutschland
Schloss Pirkensee ist ein zweigeschossiges Schloss mit vier zwiebeldächigen Türmen in der Oberpfalz. Das Gebäude zeigt klassische Barockmerkmale mit einem Satteldach und liegt inmitten eines Parks.
Pirkensee erscheint erstmals 1326 mit Hertel von Pirchense als Grundherr in den Urkunden. Von 1521 bis 1731 besaß die Familie Teufel den Ort, und Wolf Teufel begann den Ausbau zum Adelssitz. Im Juni 1632 zerstörten kaiserliche Truppen das alte Schloss im Dreißigjährigen Krieg. Johann Bernhard von Francken ließ es abreißen und errichtete von 1731 bis 1734 das heutige barocke Dreiflügelschloss mit den Zwiebeltürmen sowie die Kapelle St. Anna.
Die St.-Anna-Kapelle im Schloss besticht durch ihre Rokokoverzierungen an Wänden und Decke. Sie war lange Zeit die religiöse Mitte der Gegend, bevor eine neue Pfarrkirche im Ort entstand.
Schloss Pirkensee steht am Floriansweg 7 im Stadtteil Pirkensee von Maxhütte-Haidhof, rund 20 km nördlich von Regensburg. Das Gebäude wird von einem privaten Betreiber instand gehalten und kann für festliche Anlässe gemietet werden; es ist kein öffentliches Museum. Die Anlage ist nicht als frei zugänglich beschrieben, daher sind die weiße Fassade und die Zwiebeltürme von der öffentlichen Straße aus zu sehen.
Während des Deutsch-Französischen Krieges diente das Schloss als Militärlazarett für verwundete Soldaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg bot es auch Zuflucht für Vertriebene aus Osteuropa.
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