St. Oswald, Katholische Kirche in Baunach, Deutschland
St. Oswald ist die katholische Stadtpfarrkirche von Baunach. Der Turm aus dem 13. Jahrhundert hat einen unteren Abschnitt aus hellbraunem Stein mit Zifferblatt und einen steilen, dunklen Spitzhelm, dessen rötlicher Ansatz kleine Fenster zeigt. Links davon steht das hellgelbe Langhaus mit steilem grauem Dach und Dachgauben.
Bereits 815 gab es in Baunach eine Kirche, die unter dem Fuldaer Abt Ratgar entstand und 823 vom Würzburger Bischof Wolfgar geweiht wurde. Der Turm wurde im 13. Jahrhundert, im oder vor dem Jahr 1244, während der Fuldaer Herrschaft erbaut. Chor und Langhaus entstanden ab 1454 und wurden 1460 geweiht; 1970 bis 1972 wurde die Kirche erweitert, von 2016 bis 2018 umgestaltet.
Die Pfarrei gehört zur Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus im Baunach-, Itz- und Lautergrund im Bistum Würzburg. Die Kirche trägt das Patrozinium des heiligen Oswald, eines der ältesten in Deutschland. Seit 2018 ist das Heilige Grab, eine bemalte Rokokokulisse, ganzjährig in einer Nische der Südwand zu sehen.
Das Heilige Grab liegt in einer Nische der Südwand und ist seit der Wiedereröffnung der Pfarrkirche am 11. März 2018 ganzjährig zu betrachten. Das ehemalige Altarbild von Jacques Gassmann, 12,5 m hoch und 8 m breit, bildet dazu das optische Gegengewicht; davor steht seit 2018 eine gotische Pietà. Der Taufstein, wohl aus dem 15. Jahrhundert, ist seit der Neugestaltung 2018 in der Mitte der Kirche platziert.
Die Pfarrkirche bewahrt ein gemaltes Heiliges Grab aus dem 18. Jahrhundert, das dem Maler Johann Anwander (1715–1770) zugeschrieben und in den 1980er Jahren saniert wurde. Es steht wie eine Bühnendekoration in einer Nische der Südwand und zeigt bis zur Osternacht den toten Heiland, danach den Auferstandenen mit Siegesfahne.
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