St. Nicolai, Lutherische Kirche in Uelzen, Deutschland
St. Nicolai in Holdenstedt hat weiß verputzte Wände und steile, dunkel gedeckte Dächer. Rechts steht ein quadratischer Turm mit Pyramidendach und kleinen Bogenfenstern; das breitere barocke Kirchenschiff, 1690 an den erhaltenen gotischen Backsteinchor angebaut, hat einen niedrigen Anbau mit dunkler Tür und einen hohen Schornstein. Im Inneren überspannt ein eichenes Tonnengewölbe das Schiff.
Die Kirche zählt zu den ältesten der Region. Der Dreißigjährige Krieg schonte sie nicht, weshalb von 1652 bis 1654 Reparaturen nötig waren, bei denen das eichene Tonnengewölbe eingezogen wurde. 1690 ließen Georg Friedrich von der Wense und seine Frau Catharina Ehrengard von Alvensleben an den erhaltenen gotischen Backsteinchor ein breiteres barockes Kirchenschiff anbauen, dazu einen wuchtigen Westbau des Turmes, dessen romanische Formen auf die Heimatkirche der Erbauerin in Hundisburg bei Erxleben verweisen.
Zur Kirchengemeinde St. Nicolai gehören rund 1.800 Gemeindeglieder aus Holdenstedt, Holxen und Borne. Namenspatron ist Bischof Nikolaus, dargestellt in einem Fliesenmosaik an der kleinen Kapelle beim Pfarrhaus; diese hat 25 Sitzplätze und steht immer offen.
St. Nicolai steht in der Schloßstraße 8 in Holdenstedt, am Südrand des Ortes direkt neben dem Schloss. In einem Nebengebäude am Pfarrhaus ist eine kleine Kapelle mit 25 Sitzplätzen eingerichtet, die immer offen steht; ein Fliesenmosaik von Bischof Nikolaus macht sie erkennbar.
Die romanisierenden Öffnungen des Turms verweisen auf die Heimatkirche von Catharina Ehrengard von Alvensleben aus Hundisburg bei Erxleben, die 1690 mit ihrem Mann das barocke Kirchenschiff anbauen ließ. Der Turm trägt ein barockes Dreiergeläut aus den Jahren 1650 und 1777.
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